Ist Ihre Videokonferenzlösung sicher? Es liegt an Ihnen!

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Früher

So lange es Technologien zur Aufnahme gibt, so lange werden sie auch schon zur Spionage genutzt. Von Videorekordern in James Bond Filmen zu Abhörutensilien mit denen Kriminelle von Polizisten mitten im Verbrechen gestellt werden – es gibt nichts Besseres als seinen Feind genau dann zu belauschen, wenn er denkt, keiner hört hin.

Videokonferenzen Heute

Heutzutage ist es leider nicht nur dir lebende Materie auf die man achten sollte. Man hört oft, dass man von außen auf die Webcam eines Computer zugreifen kann, selbst wenn man sie selbst gar nicht eingeschaltet hat – kein schöner Gedanke! Wenn man darüber nachdenkt, wie lange Telefonanrufe schon abgehört werden können, wie sicher sind Videokonferenzen dann tatsächlich? Videokonferenzen sind ein modernes und effektives Tool zur Kommunikation. Die Möglichkeit weltweit in Echtzeit zu kommunizieren und die Reaktionen der anderen Teilnehmer mitzuverfolgen, ist ein wichtiges Werkzeug für jedes Unternehmen.

Aber..

Aber was ist, wenn jemand Ihre Videokonferenz bespitzelt? Falls dieser jemand von einem Geschäftsabschluss erfährt und damit Geld auf Ihre Kosten macht oder sogar Ihre Pläne zunichte macht? Also wie sicher ist Ihre Videokonferenz? Hacker wie HD Moore sagen, nicht besondern sicher. Moore, der Erfinder von Metasploit, hat es leicht geschafft sich in Videokonferenzen von Kanzleien, Gerichtsräumen und sogar ins Vorstandszimmer von Goldman Sachs einzuschleichen. Auch wenn sich das anhört wie aus “Zurück in die Zukunft”, brauchen Sie sich zu Hause nicht allzu viele Sorgen zu machen. Moore sagt, dass der Grund warum Firmen ihre Kameras nicht genügend absichern, der ist, dass sie diese außerhalb ihrer Netzwerk Firewalls einrichten, so dass sie leicht von jemandem mit ein bisschen Hacker Know-How eingesehen werden können. Zu Hause sollten Sie sich also eher vor den Firmen selbst in Acht nehmen, als vor den Hackern.

Und außerhalb des Vorstandszimmers?

Skype hat kürzlich bekanntgegeben, dass es die Möglichkeit hat sich Zugang zu Kameras zu verschaffen, selbst wenn diese ausgeschaltet sind. Eine einfache Google-Suche findet mehrere Tausend Programme mit denen man sich Zugang zu Webcams verschaffen kann, ohne dass die Besitzer davon wissen. Es sind nicht nur die privaten Hacker vor denen Sie sich in Acht nehmen müssen: in den früher 2000ern gab es kontroverse Pläne der US-Regierung, die es erlauben sollten, private Telefone abzuhören, um Terrorismus vorzukommen. Letztes Jahr hat die US Regierung eine Agentur eröffnet, den DCAC (Domestic Communications Assistant Centre), der zusammen mit dem FBI, der DEA und dem US Marshall’s Service arbeitet, um Wireless und Internetunterhaltungen abzuhören. Ein Gerichtsbeschluss ist notwendig (wie auch zum Abhören von Telefonanrufen), allerdings gab es dieses Mal nicht allzu viele Kontroversen bezüglich der neuen Agentur.

Fazit

Zu welchem Fazit kommen wir? Sind Videokonferenzen für Firmen und Privatpersonen sicher? Es gibt sehr viele Beweise für das Gegenteil, allerdings würde ich trotzdem sagen, ja. Wenn man die richtigen Firewalls, Sicherheiten und einen Managed Service für Videokonferenzen hat, dann ist es unglaublich schwierig für Spitzel sich Zugang zu verschaffen. Und falls Sie jemand wirklich so sehr abhören will, dann sind Videokonferenzen nur eines der Mittel der Wahl. Hören Sie auf Moore und achten Sie auf Ihre Online Sicherheit, dann sollten Ihre Firmengeheimnisse sicher sein. Sind Sie denn überzeugt von Moores Argumenten?

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